VERANSTALTUNGEN

Soviel Liebe wie du brauchst
BildungsZentrum St. Benedikt, Seitenstetten
24.01.2020 - 19:00 Uhr
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Barockmusik Orgelkonzert
11.06.2020 - 19:00 Uhr
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Einlassen und Wahrnehmen
Frau Sr. Huberta Rohrmoser
17.08.2020 - 19:00 Uhr
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160 Besucher waren beim charisma - Geburtstagsfest "JETZT GANZ DA"

Dr. Georg Fraberger

Mit einer Festveranstaltung im Hippolythaus feierte das Katholische Bildungswerk das zwanzigjährige Bestehen des Charisma-Seminarprogrammes.  

„Welt der Frauen“-Chefin Christine Haiden führte gekonnt und humorvoll durch den Abend, Sängerin und charisma-Trainerin Martina Steffl-Holzbauer und Kirchenmusiker Simon Kreuzpointner sorgten für einen qualitätsvollen musikalischen Rahmen und kbw-Obfrau Angela Lahmer-Hackl bündelte die Konzentration der Gäste in den einfachen Worten JETZT GANZ DA, die auf Karten auf den Sitzen lagen.

 

Bild: v. l. n. r.: Dr. Erwin Lasslesberger, Dipl-Päd. Marianne Schindlecker, MSc., Mag. Ernst Sandriesser

Festvortrag

Den Festvortrag hielt der Psychologe und Buchautor Georg Fraberger. Sich selbst zu erkennen und für andere erkennbar zu sein, das stellte Fraberger in den Mittelpunkt seiner Ausführungen zum Thema „Wie werde ich ICH“. Denn er ist erkennbar und wird erkannt, das ist schon der Tatsache geschuldet, dass er ohne Arme und Beine zur Welt gekommen ist. Diese Erkennbarkeit könne als Last empfunden werden, wenn ihn jemand anstarre – aber genauso erlebt ein anderer Mensch es als Last und als Leid, wenn er nicht gesehen, nicht erkannt wird. Es gehe darum, die negativen Gefühle zuzulassen, weil sie nur so nachlassen und überwunden werden können.

Der Weg zum Ich führt von der Bewertung und der Abwertung – sowohl der eigenen Person als auch der Mitmenschen – zur Wertschätzung. Es gilt, den Selbstwert zu erkennen im dem, was ich bin und was mir gegeben wurde, und daraus ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln. Denn es ist verhängnisvoll, den Selbstwert in dem zu suchen, was ich nicht habe, was ich nicht bin. Das führe zu Gefühlen der Minderwertigkeit und der Scham.

Wem es jedoch gelingt, den Selbstwert aus sich heraus zu erkennen, der kann seine Lebenssituation annehmen und frei agieren, der kann z.B. das Fehlen von Nahrung nicht nur als quälenden Hunger, sondern auch als reinigendes, Tiefendimensionen der Seele ansprechendes Fasten verstehen, der kann wenig zu besitzen nicht nur als Armut, sondern auch als Demut verstehen.

Letztlich, so Fraberger, führe dieser Weg zur Liebe, im Sinne des berühmten Augustinus-Wortes „Liebe, und tue was du willst.“

 

Fotocredit: Karl Lahmer/kbw