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Sehnsucht Sicherheit

Am Dienstag, 13. Jänner 2019, luden der Arbeitskreis Weltanschauungsfragen, KBW, Telefonseelsorge, KPH und das Hippolythaus zu einem Vortrag mit dem Thema „Sehnsucht Sicherheit –Engel, Magie und Verschwörungstheorien“. Referent war Stefan Lorger-Rauwolf vom Referat für Weltanschauungsfragen der ED Wien.

Viele Menschen sehnen sich in unserer zunehmend unübersichtlichen Welt nach Gewissheiten, Sicherheiten oder Ritualen an denen sie sich orientieren können und die ihnen Halt geben. Eine immer größer werdende Gruppe von Menschen sucht ihr Heil in esoterischen Lehren oder glaubt an einfache Erklärungen aus dem Bereich der Verschwörungstheorien, die ihnen Sicherheit geben.

Hr. Lorger-Rauwolf stellte anhand einiger Beispiele typische Beispiele vor, wie ursprünglich christliche Inhalte umgedeutet werden. So werden Engel eher zu himmlischen „Dienstleistern“ gemacht, die dem menschlichen Einfluss verfügbar sein sollen. Sehr oft ist dieser Engelsglaube dann auch Basis für gute Geschäft mit „Engelstherapie“ oder „Engelberatung“. Dazu gibt es eine Reihe von Privatoffenbarungen, die vorgeblich direkt Botschaften von Maria oder Jesus verbreiten und die sehr viel an Drohbotschaft enthalten und oft in Teilen den kirchlichen Lehren widersprechen.

Breiten Raum nahmen dann Verschwörungstheorien ein, die anhand verschiedener Indizien oft unglaublichste Zusammenhänge konstruieren. Bekannte Beispiele sind die Meinung, dass der CIA hinter den Anschlägen auf das World Trade Center vom 11. 9. 2001 steckt, dass Paul McCartney schon seit 1967 tot ist und seither ein Double seinen Platz eingenommen hat oder dass Flüchtlinge gezielt nach Europa gelenkt werden und damit ein „Bevölkerungsaustausch“ stattfinden soll.  All diesen Verschwörungstheorien sind einige Annahmen gemeinsam: Nichts geschieht durch Zufall – überall steckt ein Plan dahinter, alles ist miteinander verbunden und es gibt immer einen klaren Dualismus zwischen Gut und Böse. Sehr oft sind auch rechtsextreme und antisemitische Positionen hinein verwoben.

Was tun, wenn man diesen Sichtweisen konfrontiert wird. Im pädagogischen Bereich kann man in erster Linie zum kritischen Denken und Hinterfragen anleiten, Meinungsvielfalt zulassen und als hohes Gut verteidigen. Antidemokratische Tendenzen sollten klar als solche benannt werden. In vielen Fällen gibt es auch eine ganze Reihe an alternativen Erklärungsmöglichkeiten. Hier ist sicherlich auch eine grundlegende Erziehung zur Medienkompetenz notwendig, damit man nicht allem Glauben schenkt, was sich so im Internet an Welterklärung findet.

 Das Team der Veranstalter der Diözese St. Pölten den ReferentInnen. Fotocredits: kbw